Am 3. Januar 2026 griff die USA Venezuela an, mit dem Ziel der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Ehefrau. Politisch hatte das auf Venezuela keine Auswirkungen, die Getreuen von Nicolás Maduro sind weiterhin an der Macht, die Opposition hat nicht den Machtwechsel vollzogen und Donald John Trump interessiert es auch nicht mehr.
Sein Ziel ist ja auch erreicht, innenpolitisch gibt es einen auswertbaren Show-Prozess für seine MAGA Bewegung und es gibt wieder Öl und die USA können den Einfluss auf Öl und Politik in ihrem Vorgarten erhöhen. Die Menschen vor Ort haben nichts gewonnen.
Am 28. Februar 2026 eskalierte der Konflikt im Nahen Osten zu einem offenen Krieg zwischen dem Iran, Israel und den USA. Auslöser war ein gemeinsamer Angriff der USA und Israels auf iranische Ziele, bei dem der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Der Iran reagierte mit massiven Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und US-Militärbasen in der Region.
Seit einer Woche brennt der Nahe Osten.
Fakten-Check
- Das Mullah-Regime und seine Unterstützer:
- Die Islamische Republik unter der Führung der Revolutionsgarden und des religiösen Establishments (bis Februar 2026 unter Chamenei) bleibt die zentrale Machtinstanz. Nach Chameneis Tod gibt es jedoch eine Führungskrise: Sein Sohn Mojtaba Chamenei gilt als möglicher Nachfolger, doch seine Legitimität wird von vielen Iranern und internationalen Beobachtern infrage gestellt.
- Die Revolutionsgarden und paramilitärische Gruppen wie die Basij-Miliz sichern die Macht des Regimes ab, unterdrücken Proteste und kontrollieren weite Teile der Wirtschaft.
- Oppositionelle Kräfte:
- Reformisten und Gemäßigte: Diese Gruppe, vertreten durch Politiker wie den ehemaligen Präsidenten Hassan Rouhani, fordert politische Reformen innerhalb des Systems, aber ohne einen Systemwechsel. Ihre Einflussmöglichkeiten sind jedoch durch Repressionen stark eingeschränkt.
- Säkulare Opposition: Exiliraner wie Reza Pahlavi (Sohn des letzten Schahs) und seine Anhänger fordern einen demokratischen Wandel und die Abschaffung der Islamischen Republik. Pahlavi genießt vor allem im Ausland und bei der iranischen Diaspora Unterstützung, hat aber im Iran selbst kaum organisatorische Basis.
- Protestbewegungen: Seit den Massenprotesten 2025/2026, die blutig niedergeschlagen wurden, gibt es eine breite, aber zersplitterte Opposition aus Studenten, Frauenrechtsaktivisten und Arbeitern. Diese Gruppen fordern grundlegende Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und ein Ende der religiösen Diktatur.
- Ethnische Minderheiten:
- Kurden: Im Nordwesten des Irans kämpfen kurdische Gruppen für Autonomie oder Unabhängigkeit. Sie werden vom Regime systematisch unterdrückt und sind sowohl Ziel von Militäroperationen als auch von Repressionen.
- Araber, Balutschen, Aseris: Auch diese Gruppen fordern mehr Rechte und Autonomie, werden aber vom Zentralstaat marginalisiert.
Fakten-Check
USA:
- Die USA unterstützen Israel militärisch und haben sich direkt an Angriffen auf den Iran beteiligt. Offiziell begründet Washington dies mit der Notwendigkeit, die regionale Stabilität zu wahren und die iranische Atom- und Raketenbedrohung einzudämmen. Kritiker werfen den USA jedoch vor, durch ihre Interventionen die Eskalation weiter anzuheizen und eine klare Exit-Strategie zu fehlen.
- Die USA stehen in Kontakt mit oppositionellen Gruppen im Iran und haben während der Proteste 2026 ihre Unterstützung für einen Regimewechsel signalisiert. Allerdings ist unklar, inwieweit Washington bereit ist, eine demokratische Transition aktiv zu fördern oder nur eigene geostrategische Interessen verfolgt.
Russland:
- Russland positioniert sich als Verbündeter des Irans, liefert Waffen und unterstützt Teheran diplomatisch, etwa durch Vetomacht im UN-Sicherheitsrat. Moskau nutzt den Konflikt, um seinen Einfluss im Nahen Osten auszubauen und die USA zu schwächen.
- Gleichzeitig hält sich Russland mit direkter militärischer Unterstützung zurück, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Der Kreml betont die Notwendigkeit einer politischen Lösung, ohne sich klar auf eine Seite zu schlagen.
Fakten-Check
- Legitimität und Inklusion:
- Eine neue Regierung müsste breite Akzeptanz in der Bevölkerung finden. Dies erfordert die Einbindung säkularer, reformistischer und ethnischer Gruppen sowie die Garantie freier Wahlen.
- Die Rolle des Militärs und der Revolutionsgarden müsste neu definiert werden, um eine zivile Kontrolle über die Sicherheitskräfte zu gewährleisten.
- Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit:
- Die neue Regierung müsste die systematische Unterdrückung von Frauen, Minderheiten und politischen Gegnern beenden. Die Aufarbeitung der Menschenrechtsverbrechen des alten Regimes wäre zentral für eine Versöhnung.
- Wirtschaftliche Reformen sind dringend nötig, um die hohe Arbeitslosigkeit, Inflation und Korruption zu bekämpfen.
- Internationale Beziehungen:
- Eine neue Regierung müsste das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft zurückgewinnen, insbesondere in Bezug auf das Atomprogramm und die Einhaltung von Abkommen.
- Die Beziehungen zu den USA, Europa und den regionalen Nachbarn (Saudi-Arabien, Israel) müssten neu austariert werden, um Isolation zu vermeiden und wirtschaftliche Unterstützung zu sichern.
- Sicherheit und Stabilität:
- Der Iran steht vor der Herausforderung, seine regionalen Konflikte (z. B. mit Israel, Saudi-Arabien) zu deeskalieren und gleichzeitig innere Spannungen zu beruhigen.
- Eine neue Regierung müsste die Kontrolle über paramilitärische Gruppen wie die Revolutionsgarden und die Hisbollah sicherstellen, um weitere Destabilisierung zu verhindern.
Was nach einer Woche ist anders?
Der aktuelle Iran-Konflikt ist nicht nur ein Stellvertreterkrieg zwischen regionalen und globalen Mächten, sondern auch ein inneriranischer Machtkampf. Eine stabile, demokratische Zukunft des Irans hängt davon ab, ob es gelingt, die verschiedenen politischen und ethnischen Gruppen zu einen und gleichzeitig die internationale Gemeinschaft von einer konstruktiven Zusammenarbeit zu überzeugen. Die Rolle der USA ist dabei eher der Taktgeber für Israel, deren Ziel es ist, den Iran ins Steinzeitalter zu bomben, damit auch ja keine Massenvernichtungswaffen mehr entwickelt werden können. Ziel ist es also nicht, den Iran zu demokratisieren sondern lediglich die Entwicklung des Irans militärisch auszubremsen – was bei der Waffenentwicklung sogar Sinn macht – und für die US Wirtschaft lukrative Deals abzuschließen.
Wer bleibt auf der Strecke? Die Opposition im Iran und auch die Kurden, die wieder als Kanonenfutter herhalten müssen, da ohne Bodentruppen kein Machtwechsel möglich wäre, aber weder die USA noch Israel haben dort eine Strategie und die Kurden und die iranische Opposition können ohne eine einheitliche Strategie die unterschiedlichen Strömungen nicht vereinen. Konflikte in der Zukunft wären also vorprogrammiert.
Donald John Trump ist also nur daran interessiert, schnell Kasse zu machen und macht, was andere Staatsführungen in autokratischen Ländern auch machen:
- Wladimir Wladimirowitsch Putin unterdrückt und erpresst Staaten der ehemaligen Sowjetunion bis hin zum militärischen Überfall der Ukraine.
- Donald John Trump erpresst Staaten, die einmal Verbündete waren, droht mit militärischer Annektion Grönlands, überfällt Venezuela und entführt ein Staatsoberhaupt und tritt mit Israel ein zweites Mal nach 2025 gegen den Iran in den Krieg.
- Xi Jinping baut seine militärische Stärke aus und wartet nur auf den Moment Taiwan militärisch einzunehmen, bedroht Japan und weitere Staaten in Asien.
Und was macht Europa, Deutschland und der Rest der Welt? Ach ja, in Deutschland: Die Benzinpreise steigen, Arbeitssuchende werden drangsaliert, Arbeitnehmende sind faul (Teilzeitdebatte) und feiern gerne Krank (Karenz-Lohnfortzahlung und telefonische Krankschreibung) und, nicht zu vergessen, schafft die Demokratie ab, da man frustrierte Bürger*innen in die Arme der braunen Soße mit Vetternwirtschaft treibt.
Also alles in Allem: Eine normale Woche.

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