Am 28. Februar 2026 führten die USA und Israel gemeinsame Luftangriffe auf den Iran durch. Dieser militärische Schlag markiert eine dramatische Eskalation im Nahen Osten und wirft grundlegende Fragen nach den Ursachen, den Zielen der USA und der Vereinbarkeit mit dem Völkerrecht auf. Dabei kam auch der Revolutionsführer Ali Khamenei ums Leben.
Die Angriffe erfolgten vor dem Hintergrund einer langjährigen Spannung zwischen Israel, den USA und dem Iran. Israel rechtfertigte die Aktion als „Präventivschlag“, um eine angebliche Bedrohung durch den Iran abzuwehren. Die USA verwiesen auf eine jahrzehntelange Geschichte iranischer Aggression, darunter Terroranschläge und Stellvertreterkriege.
Dabei betonte die USA, dass man keine Bodentruppen in den Iran entsenden möchte und forderte die Bevölkerung auf, gegen das Regime zu revoltieren und die Macht zu übernehmen.
Hintergrund
Schah-Regime
- Scheindemokratie: Es gab ein Zweikammerparlament (Majlis und Senat), aber die Wahlen waren manipuliert, und die Macht lag beim Schah. Politische Parteien waren entweder verboten oder staatlich kontrolliert.
- Repression: Kritiker, Intellektuelle und religiöse Führer (wie Khomeini) wurden verhaftet, gefoltert oder ins Exil getrieben. Die SAVAK war berüchtigt für ihre Menschenrechtsverletzungen.
Islamistische Republik
- Theokratische „Demokratie“: Es gibt Wahlen, aber alle Kandidaten müssen vom Wächterrat (kontrolliert von Klerikern) genehmigt werden. Die eigentliche Macht liegt beim Revolutionsführer (Rahbar), der nicht gewählt wird.
- Unterdrückung: Oppositionelle, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten werden systematisch verfolgt. Proteste (z. B. 2009, 2019, 2022) werden gewaltsam niedergeschlagen.
- Frauenrechte: Seit 1979 wurden Frauenrechte massiv eingeschränkt (z. B. Kopftuchzwang, eingeschränkte Scheidungs- und Sorgerechte). Erst seit 2022 formiert sich wieder massiver Widerstand (z. B. „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung).
Die wirtschaftliche Lage der Menschen im Iran war immer schlecht, sie hat sich sogar jetzt bis 2026 derart massiv verschlechtert, dass auch nach einem demokratischen Umbruch und trotz Erdölvorkommen massive gerechte Investitionen notwendig sind, und keine Deals, die eher an die neue Seidenstraße erinnern oder den typischen Trump-Deals. Freiheit und Unabhängigkeit sind viel wichtiger, als erpressbarer Schein-Wohlstand.
Wenn man aus Europa auf den Krieg schaut, kommen einem gleich mehrere Gedanken:
- Donald John Trump wollte als Friendens-Präsident punkten, sehr oft hat er ja betont, er hätte den Friedensnobelpreis verdient. Komisch nur, dass dies jetzt nicht der erste völkerrechtliche Verstoß durch einen Angriff mit Militär war.
- Donald John Trump baut in den USA immer mehr demokratische Strukturen ab und steuert mit seiner USA hin zu einem autokratischen Staat, eigentlich das, was er an Russland, China und am Ende auch Iran kritisiert. Nach Innen und Außen verhält er sich mehr und mehr, wie seine Gegner.
- Keine Frage, die theokratische „Demokratie“ im Iran gehört abgeschafft, alle Menschen haben das Recht in Freiheit zu leben. Aber womit soll eigentlich die Bevölkerung gegen die Revolutionsgarden angehen?
- Osama Bin Laden wurde durch eine gezielte Aktion getötet. War damit der Terror im Namen einer Religion zu Ende?
Ich wünsche mir für die Bevölkerung Irans eine eigene Lösung und vor allem eine Demokratie und viel Kraft, um zu verzeihen. Ein Nachfolger von Mohammad Reza Pahlavi kann dabei keine Lösung sein, den der Schah war ja irgendwie nicht besser. Und doch müssen die Menschen lernen, sich die Hand zu reichen, wenn sie es denn schaffen und nicht wieder vergessen werden, von jenen, die heute noch Bomben werfen. Ich wünsche ihnen mehr Glück und Erfolg, als dem Irak oder Afghanistan, Länder eines langen Krieges, die vergessen worden sind.

You must be logged in to reply to this topic.