Es ist momentan sehr laut. Es ist sehr laut in der Welt und vor allem in Europa und Deutschland. Und dann ist er mal weg, der Klimawandel. Es wird laut gebrüllt, Standort Deutschland, Flüchtlinge, Sicherheit, Terror. So laut, dass man auf die Ursachen nicht mehr hört, sie nicht hören kann und das Denken und Handeln im 4-Jahres-Takt getrieben ist. Es ist so laut, dass wir nicht mehr zuhören können und sich sogar Resignation und Frust ausbreitet.
Als am 08. Dezember 2021 Olaf Scholz von der SPD Bundeskanzler wurde, getragen von einer Fortschrittskoalition aus SPD, Grüne und FDP, war die Hoffnung groß, dass nachhaltigere Politik in Deutschland gemacht werden könne. Nicht alles, was die Ampel in den ersten Monaten auf den Weg brachte, war per se schlecht, doch die Krisen von Außen und Innen begannen die Koalition enorm auszubremsen. Der grüne Anstrich von Politik hielt nicht lange, der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, die Abhängigkeit von autokratischen Ländern, wie Russland und China, ein uneiniges Europa und als Paradebeispiel, der Bauernprotest wegen Agrar-Diesel-Subventionen.
Gefundenes Fressen für jene, die tatsächlich nur im 4-Jahres-Takt handeln, oder das „Früher war alles besser“ bevorzugen oder grundsätzlich gegen alles sind. Und jene, die meinen, Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen haben etwas mit Freiheit zu tun.
Das egoistische Verhalten der Menschen führte dazu, dass die nationalsozialistischen Kräfte massiv an Zuspruch gewannen, Umweltpolitik in den Hintergrund gedrängt wurde und jene Kräfte wieder mehr Einfluss bekamen, die am liebsten alles so lassen, wie es war oder gerne rechte Propaganda verwenden, um die eigenen Wahlergebnisse zu verbessern.
Dabei ist er nicht weg, der Klimawandel, er ist da und die Ursache für die meisten der vermeintlich wichtigeren Probleme, die es zu lösen gilt. Kurzfristiges Profitdenken und egoistische Verhaltensweisen, um Wahlen zu gewinnen, verschärfen die Ursache und die Wirkung, aber sie machen lieber die Augen zu, weil sie so alt sind, dass sie meinen, sie erleben es nicht mehr. Aber das täuscht, seit Jahren erleben sie es und sie ignorieren es noch immer.
Die Geschichte hilft auch hier
In der Geschichte gibt es auch ohne Klimawandel gute Beispiele, warum viele Probleme erst durch Umwelteinflüsse verursacht wurden und die Lösung der Probleme oft nicht nachhaltig waren. Als der Mensch die Erde als Lebensraum erschloss, war das Verhältnis zwischen Menschen und Fläche noch klein. Gab es Umwelteinflüsse, die den Fortbestand gefährdete, wanderten die Menschen einfach weiter, Platz war ja da.
Das ging lange gut, doch neben der Umwelteinflüsse, die natürlich auf einem Planeten vorhanden sind, griff der Mensch immer stärker ein. Man denke nur einmal an die Antike, für den Schiffsbau wurden ganze Regionen gerodet. Völkerwanderungen fanden statt, es waren ja keine kleinere Gruppen mehr betroffen. Und wo kein Platz war, verdrängte man die Ureinwohner.
Dazu kamen die ersten Auswirkungen des Kapitalismus, für Gold und Reichtum brachte man Zivilisationskrankheiten in den Urwald, beutete Ureinwohner aus und später kolonialisierte man ganze Kontinente.
Die fortschreitende Industrialisierung befeuerte diese Veränderungen, dazu, oft noch lokal, erstickten die Städte im Müll, Krankheiten breiteten sich aus, Flüsse wurden vergiftet, das Essen wurde knapp und teuer.
Das sind nur einige historische Auswirkungen, heute ist Klimawandel global, eine einzelne Region, ein Land oder ein Kontingent können das nicht mehr mildern. Abwenden geht schon nicht mehr.
Ursache und Wirkung
Dabei sind heute Ursache und Wirkung genau so einfach zu erklären:
Flüchtlinge – sie flüchten eher, weil Lebensumstände die Existenz bedrohen. Dabei ist die jeweilige politische Regierungsform zwar Förderer dieser Bewegungen, aber im Grunde sind es mangelndes Essen und Wasser, ungerechte Verteilung, fehlende Bildung. Sie würden auch aus diktatorischen Staaten nicht fliehen, wenn alle andere Bedürfnisse erfüllt wären, jedenfalls nicht in den Massen.
Kriege – sind heute ein „legitimes“ Mittel, sich als Angreifer Ressourcen und Einfluss zu sichern. Dabei zerstört Krieg Lebensraum und somit auch jene Basis, die Menschen dazu bewegt, zu bleiben. Mal abgesehen von der CO2 Produktion.
Diktaturen – sie interessieren keine normalen kapitalistische Spielregeln, wie Verschuldung oder Subventionen. Sie umgehen diese Regeln und bringen andere Regierungsformen in Bedrängnis Entscheidungen gegen die Umwelt zu treffen, um heimische Arbeitsplätze zu sichern.
Lösungen liegen auf der Hand
Dabei liegen in den drei erwähnten Wirkungen (ist wirklich nur ein kleiner Ausschnitt) die Lösungen so nah, wenn man sie denn wirklich wollte.
Deutschland – lassen wir uns nicht verängstigen, unsere Bevölkerung ist nicht am Wachsen, für unseren Lebensstandard brauchen wir Zuwanderung. Unterbinden wir diese, bricht unser Lebenskonzept zusammen. Und zwar überall.
Europa – kann so viel mehr sein, als eine Mauer um die Mitgliedsländer. Europa war nach dem 2. Weltkrieg der Wegbereiter von Aussöhnung und einem neuen Gemeinschaftsgefühl. Mit Selbstbewusstsein, Vorbildfunktion und einem fairen Umgang mit anderen Ländern kann man die Welt nachhaltig gestalten und so globale Auswirkungen mildern.
Diktaturen – zeigen wir auf, dass Demokratien echte Antworten auf die Fragestellungen der heutigen Zeit haben, wir uns emanzipieren von solchen Ländern, wie China und Russland.
Dazu sind Maßnahmen erforderlich. Ja, das wird teuer. Doch wenn wir jetzt nicht Geld investieren, die Politik ändern, werden wir alle noch erleben, dass Umweltkatastrophen zum täglichen Nachrichtenüberblick gehören und viel mehr Menschen sterben, als es heute schon der Fall ist. Und dazu muss man nicht nach Pakistan schauen oder Spanien. Es passiert direkt vor deiner Haustür.




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Es ist momentan sehr laut. Es ist sehr laut in der Welt und vor allem in Europa und Deutschland. Und dann ist er mal weg, der Klimawandel. Es wird lau
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