Ekrem İmamoğlu muss in Untersuchungshaft. Der wohl aussichtsreichste Gegenkandidat zum amtierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bei der 2028 anstehenden Wahl wurde somit kalt gestellt. Überrascht? Nain, nicht wirklich.
Die Türkei ist nur vermeintlich demokratisch, ähnlich wie in anderen autoritär geführten Ländern in der Welt, ist es eine Scheindemokratie, man lässt also nur so viel Demokratie zu, wie man sie selbst als „Diktator“ gebrauchen kann nach Innen wie Außen. Das war auch schon so beim „Vater der Türken“ Kemal Atatürk so, gerade zum Ende seiner Amtszeit war er mehr und mehr autokratisch tätig. Gut, es war damals auch eine andere Zeit, es gab nur wenige echte Demokratien und bei all seinem Personenkult, hatte auch Kemal Atatürk seine Licht- und Schatten-Seiten.
Heute wissen wir, Recep Tayyip Erdoğan macht, was ein Diktator mit Scheindemokratie nun einmal macht, Macht erhalten und ausbauen. Egal, wie es dem Land und den Menschen geht. Proteste keimen manchmal auf, aber na ja, wofür ist die Polizei und die Armee noch da? Richtig, zur Unterdrückung.
Europa ist erpressbar geworden, da man die Türkei brauchte, um Flüchtlinge von Europa fernzuhalten und in der Türkei aufzubewahren, ich würde fast sagen: kasernieren. Und da zeigt sich auch in diesem Fall wieder das Dilemma: Eigentlich möchte man auch in Europa Recep Tayyip Erdoğan loswerden, aber es geht nicht.
Aber mal ganz ehrlich: Die Türkei ist eben nicht Europa. Die Türkei ist zutiefst verwurzelt im Orient. Und wie bei den anderen Ländern auch müssen wir respektieren, dass dort die Uhren anders ticken. Man muss aber auch nicht zusammenarbeiten oder eine EU Mitgliedschaft in Aussicht stellen. Schlimm genug, dass die Türkei Mitglied in der NATO ist, obwohl sie derart konträr zur Freien Welt agiert.
Nein, es ist nicht gut, was in der Türkei so passiert, aber auch wenn wir so gerne dort eine Demokratie hätten, wie im westlichen Europa, so sehr muss man akzeptieren, die Uhren gehen anders und so lange das Volk nicht seine Peiniger vertreibt, muss man damit leben. So sehr man es sich auch anders wünscht.
Europa muss neben der Verteidigungsfähigkeit sein eigenes Migrationsthema auch mal selbst lösen, das gilt nicht nur für das Abkommen mit der Türkei, gibt ja auch andere „Lösungen“, die nichts mit Europa zu tun haben. Dann ist man auch nicht erpressbar durch Nachbarn und muss nicht ständig irgendwas zusagen, was man eigentlich nicht möchte.
An das Volk der Türken, tut mir leid, aber es ist so, ihr müsst Euren Staat selbst so formen, wie ihr es haben möchtet. Die deutsche Bevölkerung in der ehemaligen DDR hat sich ja auch selbst entschieden, die Diktatur der SED zu beenden. Und das ganz friedlich.




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