Langenhagen. Grillverbot am Silbersee ab 9. Mai 2026

Die Meldung kam per Push-Nachricht und ist entsprechend auf langenhagen.de verfügbar: Per Erlass hat der Bürgermeister der Stadt Langenhagen Mirko Heuer (CDU) zum 9. Mai 2026 das Grillen am Silbersee vollständig verboten. Eine längst überfällige Maßnahme, die mich aber gefreut hat.

Seit Jahren berichte ich vom Silbersee und den Zuständen, die sich gerade bei schönem Wetter am nächsten Morgen zeigt. Oft habe ich konstruktive Vorschläge eingereicht, und die Stadt Langenhagen hat sehr geduldig immer wieder Maßnahmen ergriffen, die die Teilhabe der Besucher*innen am Erhalt des Naherholungsgebietes unterstützen sollte, so hat man mehr Mülleimer aufgestellt, gedruckte Plakate an Bauzäunen aufgestellt, einen großen Müll-Container aufgestellt und für diese Saison sogar eine Toilettenanlage am Ausgang Ost aufgestellt. Alles ohne Wirkung, wie ich erst dieses Wochenende wieder dokumentieren konnte.

So viel Geduld wie Mirko Heuer (CDU) hätte ich sicher nicht gehabt, zumal die Stadt sich wirklich Mühe gegeben hatte. Aber, das ist auch gut, es war nicht umsonst.

  • Wir haben noch aktuell die Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit, die Tiere haben also noch etwas davon.
  • Die Toilettenanlage ist auch für Badegäste gut, schließlich wird der Naturwald am Ostausgang dann vielleicht nicht mehr missbraucht.
  • Die Personalplanung für die Kolleg*innen der Stadtentwässerung wird nun etwas angenehmer. Teilweise waren ja zwei Fahrzeuge mit Personal jedes Wochenende und Feiertags unterwegs. Und die Kolleg*innen bekommen jetzt vielleicht auch mehr Wochenenden frei. Win-Win: Mögliche tariflich vereinbarten Zuschläge entfallen nun und entlasten somit den Haushalt.

Bleibt nur noch zu warten, ob das Grillverbot auch „durchgesetzt“ wird und ob die „Grillmeister“ nun auf den Ostparkplatz ausweichen, dort wurde schon in den 1980ern Jahren gerne gegrillt, heute jedoch sind die Bäume dort größer und leider auch nicht sehr fit (Brandschutz!). 

Offenbar hat der mediale Druck von Zeitungen und sozialen Netzwerken Wirkung gezeigt und sicher haben sich auch viele Bürger*innen direkt an die Stadtverwaltung gerichtet: Dort, wo man als Bürgermeister*in handeln kann, sollte man es auch tun. Leider viele Jahre zu spät, aber es ist ja nun vollzogen. Bitterer Beigeschmack bleibt jedoch: Die Pressemitteilung über den Erlass kam zeitlich nach der persönlichen Stellungnahme des Bürgermeisters Mirko Heuer. Ja, ist denn schon Wahlkampf? Ja. Merkt man ja am Thema Erstaufnahmelager, wo Bürgermeister*innen so gut wie keine Handlungsfreiheit haben, es sei denn, die Kommune zahlt und beteiligt sich.

By Marco Kulczyk
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