Geräusche für eine Modelleisenbahn versetzen den Betrachter nicht nur optisch in eine wunderbare Miniaturwelt. Digitale Sound-Lokomotiven bieten hierfür schon vorprogrammiert steuerbare Fahrgeräusche oder spezifische Geräusche der jeweiligen Lokomotive und bisweilen auch Funksprüche oder Bahnhofsdurchsagen.
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Mit der notwendigen Ausstattung lassen sich auch Emotionen wecken, wenn man Geld ausgeben möchte. Wer das etwas sparsamer haben möchte, oder wie ich, nicht alle Geräusche bei einer Videoaufnahme haben möchte, Filmaufnahmen müssen ja auch geschnitten werden und eine Nachvertonung ist manchmal sinnvoll, kann auch kostenfrei Bahnhofsdurchsagen erstellen und verwenden.
Zusätzlich hat man die Möglichkeit, auf seine eigenen Bahnhöfe individuell einzugehen und muss nicht alles von „der Stange“ verwenden, mal abgesehen davon, was wären das für Datenmengen, wenn Anbieter jeden erdenklichen Bahnhof mit allen erdenklichen Verbindungen als MP3 anbieten würden.
Und ich finde es sehr charmant, die eigene Stimme zu verwenden, das gibt noch einmal etwas sehr Persönliches.
Wie geht man vor?
Im Internet gibt es zahlreiche Liniennetzpläne oder Kursbücher, auch aus alter Zeit. Mit diesen paar Basisinformationen schreibt man sich die Bahnhofsdurchsagen auf, entweder auf Papier oder in einer Textverarbeitungssoftware, Libre Office hat da was, was einen digital unabhängig lässt.
Anschließend spricht man, wahrscheinlich mehrmals, die Durchsagen über ein Mikrofon in eine entsprechende Audiosoftware. Wenn man zufrieden ist, gibt man der Audiodatei noch ein paar Effekte mit und exportiert in MP3. Andere Formate gehen natürlich auch, je nach Einsatzgebiet und Hardware.
Welche Ausstattung benötige ich?
Rechner | Windows | MacOS | Linux | Mobiles Endgerät* |
Mikrofon** | Extern, USB oder via Soundcard | Extern, USB oder via Soundcard | Extern, USB oder via Soundcard | Headset*** |
Kopfhörer | Ja | Ja | Ja | Headset |
Aufnahme-Software | Audacity | Audacity | Audacity | Sprachaufnahme des OS, danach auf Rechner weiterverarbeiten |
Textverarbeitung | LibreOffice | LibreOffice | LibreOffice | Notizen |
- Je nach installiertem Betriebssystem einfach Mittel verwenden, die sich auf dem Gerät befinden. *
- Sollte bei Sprachaufnahmen in der Lage sein, Umgebungsgeräusche zu minimieren. Bei der Aufnahme selber sollten störende Hintergrundgeräusche jedoch vermieden werden. **
- Da reicht ein Standard-Headset aus. Besser sind natürlich welche, die Hintergrundgeräusche rausfoltern oder eine Art Richtmikrofon-Funktion haben. ***
Die Umsetzung kann natürlich auch per KI erfolgen, bei größeren Mengen jedoch der Verarbeitungen können Kosten anfallen und Daten werden zu Trainingszwecken verwendet. Genannte Software ist natürlich nur eine Empfehlung, es geht auch anders.
Geräusche, wie Ding-Dong und so, kann man bei einigen Anbietern unter Verwendung von Copyright-Hinweisen kostenfrei herunterladen. Es gibt auch Geräuschdatenbanken, bei denen kann man auch gegen Einmalzahlungen MP3 Dateien erwerben.
Effekte
Am Beispiel Audacity geht man wie folgt vor: nachdem man die Aufnahme gesprochen hat und Solche Dinge wie Gong davor reingeschnitten hat, kann man entsprechende Effekte aktivieren und damit experimentieren. Dabei sollte man vom Rohmaterial vielleicht vorher ein Backup erstellen.
In Audacity kann man zum Beispiel den Hall verwenden.
Und zusätzlich den Telefon-Effekt in Filterkurve-EQ verwenden.
Einfach experimentieren.
Am Beispiel Garage Band kann man das Megafon verwenden.
Beispiel
Bahnhofsdurchsagen
Diversität
Schon früh war gerade bei der Bahn die Emanzipation „hörbar“. Es macht also gar nichts, egal welchen Geschlecht man ist, seine eigene Stimme zu verwenden. Natürlich gibt es Tools, die die Stimme umwandeln, aber die kosten meist etwas Geld.
Viel Spaß also beim ausprobieren. Bei Fragen, einfach im Forum melden.

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