Heute, am 13. September 2026, finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Gewählt werden Stadträte, Bürgermeister*innen, Landräte und Regionspräsident*innen – und auch in Langenhagen stehen die Wahlen für den Stadtrat, die den Bürgermeister*in sowie die Ortsräte und Ortsbürgermeister*innen an. Die Wahlbüros haben von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet, um allen Wahlberechtigten die Möglichkeit zu geben, ihre Stimme abzugeben.
Inhaltsverzeichnis
Nicht wählen ist keine Option!
Wer die Demokratie stärken und Langenhagen aktiv mitgestalten möchte, darf die Wahl nicht einfach auslassen. Jede Stimme zählt – sie entscheidet mit, wer in den nächsten Jahren über kommunale Themen wie Wohnen, Bildung oder Infrastruktur bestimmt. Wer nicht wählt, überlässt anderen die Entscheidung über die Zukunft der Stadt. Wer also möchte, dass Langenhagen sich in eine Richtung entwickelt, die den eigenen Werten und Visionen entspricht, muss das Wahlrecht nutzen. Demokratie lebt vom Mitmachen, und nur wer wählt, hat das Recht, später auch Kritik zu üben oder Forderungen zu stellen.
Für Unentschlossene
In einem speziellen Bereich habe ich Parteien und Kandidat*innen aufgelistet und kommentiert, mit meinen Augen natürlich.
Kandidaten und Infos
Kommunalwahl 2026
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Als Kandidat*in für das Bürgermeisteramt sehe ich derzeit eine Kandidatin, alternativ vielleicht noch eine zweite Kandidaten, den man wählen kann.
Der Amtsinhaber von der CDU Mirko Heuer ist meines Erachtens zu lange im Amt, es muss mal frischer Wind kommen. Zumal auch seine Rolle beim Thema EAE eher kontraproduktiv war, wenn man schon alleine daran denkt, dass man ein EAE eben nicht verhindern kann. Es hat einfach zu lange gebraucht, das zu verstehen. Seine Partei bekleckert sich ja auf allen Ebenen gerade nicht mit guter demokratischer Leistung. Rede ich mal nicht über die Bundes CDU, die Landes CDU hat noch immer nicht wirklich die Deepfake – Affäre aufgearbeitet, nein, eher unter den Teppich gekehrt und in Langenhagen hat man sich ja mit der SPD hinreißen lassen, eine Resolution gegen das EAE zu verabschieden, statt die Bürger*innen zu informieren und abzuholen. Aber ein Festplatz ist wohl wichtiger als Menschenrechte.
Die SPD ist nach der Resolution gegen das EAE für mich nicht mehr wählbar. Sie setzt die „Ungerechtigkeit“ fort, die die Bundes – SPD in den Klauen von Friedrich Merz derzeit fabriziert. Das nenne ich, wie bei der CDU, direkte Demontage der Demokratie. Vielleicht sollten sich die Genossen einmal daran erinnern, welche Partei 1933 noch in der Lage war, gegen das Ermächtigungsgesetz zu stimmen und was Helmut Schmidt schon 1966 einmal sagte in einem Interview mit Günter Gaus zur CDU befragt (er musste etwas überlegen, bevor er antwortete):
„Ich glaube, daß die CDU eine Partei ist, die über einen großen Fundus ausgezeichneter Leute verfügt, verschiedenen Charakters, verschiedener menschlicher Entwicklung, verschiedener Auffassung. Ich sehe sehr viel Positives bei dieser Partei. Aber was mich letztlich häufig wieder sehr stört, das ist das Beiseiteschieben von Überzeugungen, von Grundsätzen, die man eigentlich nicht beiseite schieben darf. Die schwersten Vorwürfe, die ich in all den Jahren unter Adenauer, in den vierzehn Jahren, der CDU machen würde, das sind der bisweilen allzu legere Umgang mit der Wahrhaftigkeit, der bisweilen nicht bis ins äußerste penible Umgang mit dem Prinzip der Gerechtigkeit. […]“
Lars Barlsen von der SPD ist eine Alternative jedoch zu Mirko Heuer: Er ist jung, unverbrannt. Ob seine SPD jedoch auch bei einer verlorenen Wahl zum Bürgermeister ihn aufbauen wird, bleibt abzuwarten. Bisweilen war die SPD in Langenhagen ja nicht sehr dafür bekannt, Bürgermeisterkandidaten für die nächste Wahl aufzubauen und alte Zöpfe abzuschneiden.
Die Grünen treten nicht mit einer eigenen Kandidat*in an und haben Lars Barlsen empfohlen. Mit den Grünen in Langenhagen konnte ich noch nie was anfangen. Sie arbeitet eng mit der SPD zusammen.
Die FDP war für mich noch nie wählbar. Ich halte sie für verantwortungslos und bisweilen für Demokratie gefährdend, wie die CDU, da sie, wenn sie denn in Regierungsverantwortung war, eher den Sinn für Gerechtigkeit missen lässt. Was aber schwerer wiegt sind 3 Tatsachen:
- 1982 hat sich die FDP gegen die SPD gerichtet und seit dem auch das soziale Gewissen verloren. Mal abgesehen davon, dass es der FDP natürlich auch um Macht ging.
- 2017 kostete die Sondierung mit der CDU und den Grünen viel Zeit, am Ende kam die ungeliebte GroKo. Ein schönes Beispiel, wie man sich vor Regierungsverantwortung drücken kann.
- 2024 dann der Höhepunkt: D-Day. So kann man Demokratie auch kaputt machen und sich aus der Regierungsverantwortung herausziehen.
Die Partei ist also auch für mich nichts in Langenhagen. Sie ist eigentlich überflüssig.
Die WAL, da habe ich auch Bauchschmerzen. Der Bürgermeisterkandidat Andreas Eilers ist mir bisweilen zu populistisch, so kam er jedenfalls bei einigen Auftritten rüber. Er war schon im Stadtrat und man fragt sich, was hat er eigentlich die 5 Jahre gemacht? Auch über das Umfeld und einen Kandidaten bin ich gestolpert. Gerriet Kohls. Das kann man aber hier bei mir nachlesen. Die WAL ist für mich persönlich nicht wählbar, viel heiße Luft und fragwürdiger Listenkandidat.
Nein, Ende lande ich bei der Bürgermeisterkandidatin Mario Hasenkamp. Und natürlich bei der Partei, bei der ich Mitglied bin, DIE LINKE, wir haben ja keine eigene Kandidat*in zur Bürgermeister*in. Schade.
Also wählen gehen! Und bitte nicht die AfD, die ist in Niedersachsen auch als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft und das wurde gerichtlich bestätigt.
Bleibt stabil!

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