Künstliche Intelligenz ist seit einigen wenigen Jahren wichtig geworden, hält Einzug im Alltag und kann eine wirklich gute Sache sein, wenn sie richtig eingesetzt wird und wenn man die Herausforderungen mit der neuen Technologie meistert.
Inhaltsverzeichnis
Künstliche Intelligenz ersetzt dabei nicht den Mensch und die Entscheidung des Menschen. Typische Herausforderungen an ganz unterschiedlichen Punkten sind:
- Wie hat die künstliche Intelligenz gelernt?
- Woher bezieht die künstliche Intelligenz ihre Daten?
- Mit welchen Daten lernt sie weiterhin?
- Wie geht sie mit Nichtwissen um?
- Wie ist der moralische Kompass der künstlichen Intelligenz und was bewirkt sie dadurch?
Zwar regelt die Europäische Union künstliche Intelligenz und fordert Transparenz im Umgang, jedoch muss der Nutzer selbst auch lesen, was eine künstliche Intelligenz mit den Daten und den Eingaben, so nennt man Prompts in deutscher Sprache, macht. Dabei gehen die unterschiedlichen Anbieter ganz unterschiedlich um, es gibt also weniger seriöse und noch weniger seriöse Anbieter, da ein Restrisiko bleibt, so lange die künstliche Intelligenz nicht in Europa ansässig ist.
Aktuell konnte man so einen Missbrauch bei einer künstlichen Intelligenz erst erleben bzw. durch die Medien sehen, es konnten Bilder erstellt werden, die gegen lokale Gesetze vieler Länder in der Welt verstoßen, und erst nach entsprechendem Regierungsdruck lenkte die Firma ein. Das muss aber nicht bedeuten, dass es immer so laufen muss oder auch immer so funktioniert. Zu sehr sind die jeweiligen Anbieter in ihren eigenen Ländern vernetzt und agieren oft, wie es in den Ländern opportun ist.
Möchte man also digitale Souveränität, muss man sich einen Anbieter auswählen, der auch die eigenen Werte und Normen und natürlich die Gesetze einhält, die im eigenen Land gelten. Das ist bei künstlicher Intelligenz nicht so einfach, die „Platzhirsche“ kommen aus den USA und sind größtenteils auch in der Tagespolitik „verhaftet“, wie Grok AI von Elon Musk, AI in Meta von Facebook und Co., Amazon, OpenAI mit Chat GPT oder Microsoft, die in Kooperation Chat GPT in ihren Systemen integrieren.
Microsoft selbst hat aber relativ gute Standards für Unternehmen, die jedoch nur so lange „gut“ sind, so lange Verträge, die gestern noch galten auch heute noch Gültigkeit haben. Am Ende kann es aber bedeuten, dass alleine die Tatsache, dass man Microsoft Office in der Cloud nutzt, Daten nicht mehr souverän sind und Zugriffe erfolgen, vor denen man sich nicht schützen kann.
Keine Sorge, es gibt europäische Alternativen, die ja auch den EU AI Act einhalten müssen, oder man erstellt sich einfach eine lokale künstliche Intelligenz, wenn man über das notwendige Kleingeld verfügt. Mein Schmunzeln dabei ist sicher schon zu verstehen, alleine die Investitionen der global Player schrecken ab und zeigen, wie hart umkämpft der Markt ist.
Europa verfügt inzwischen über mehrere ernstzunehmende KI‑Alternativen, die sich klar durch Datenschutz, Transparenz und europäische Infrastruktur von US‑Modellen unterscheiden. Besonders relevant für Unternehmen in Deutschland sind Aleph Alpha, Mistral AI, DeepL, Neuroflash und LanguageTool.
Die folgenden Abschnitte fassen die wichtigsten europäischen KI‑Anbieter zusammen, inklusive Funktionen, Datenspeicherung, Lernverhalten und Datenschutz.
Europäische KI‑Alternativen im Überblick
Aleph Alpha (Deutschland)
Funktion: Sprachmodelle („Luminous“, „Pharia“) für Analyse, Textgenerierung, Chatbots, Dokumentenverständnis.
Datenspeicher: Hosting vollständig in Deutschland und Luxemburg (STACKIT‑Rechenzentren).
Lernverhalten: Proprietäre Modelle, Fokus auf erklärbare KI („Explainable AI“).
Datenschutz: Vollständig DSGVO‑konform, Daten bleiben in der EU; ideal für Behörden & Unternehmen mit hohen Compliance‑Anforderungen.
Mistral AI (Frankreich)
Funktion: Moderne Sprachmodelle (Mistral 7B, Mixtral 8x7B, Codestral), Chat‑Interface „Le Chat“, APIs für Unternehmen.
Datenspeicher: Europäische Cloud‑Infrastruktur; Modelle können auch On‑Premise betrieben werden.
Lernverhalten: Starker Open‑Source‑Fokus, Modelle sind fein‑tuning‑fähig und für europäische Sprachen optimiert.
Datenschutz: Daten bleiben unter Kontrolle des Nutzers; On‑Premise‑Betrieb ermöglicht maximale Souveränität.
DeepL (Deutschland)
Funktion: KI‑gestützte Übersetzung, Textoptimierung (DeepL Write), Chat‑Funktionen (Beta).
Datenspeicher: Serverstandorte ausschließlich in der EU.
Lernverhalten: Spezialisierte Modelle für Sprachqualität; kein Training auf Kundendaten im Pro‑Tarif.
Datenschutz: Sehr strenge Datenschutzrichtlinien, beliebt bei Unternehmen und Behörden.
Neuroflash (Deutschland)
Funktion: Textgenerierung, Marketing‑Content, SEO‑Tools, Bildgenerierung.
Datenspeicher: Server in der EU; Business‑Tarife mit DSGVO‑konformer Verarbeitung.
Lernverhalten: Nutzt eigene Modelle + europäische Infrastruktur; kein Training auf Kundendaten.
Datenschutz: Fokus auf Marketing‑Teams, die DSGVO‑konforme KI benötigen.
LanguageTool (Europa)
Funktion: KI‑gestützte Grammatik‑ und Stilprüfung, Textverbesserung.
Datenspeicher: EU‑basierte Server; Browser‑Plugins verarbeiten Texte lokal, wenn möglich.
Lernverhalten: Modelle für Sprachkorrektur, kein Training auf Nutzerdaten.
Datenschutz: Sehr datensparsam, ideal für sensible Texte.
Open‑Source‑Modelle in Europa (z. B. BLOOM, Open Assistant)
Funktion: Vollständig offene Sprachmodelle, nutzbar für Forschung, Unternehmen, On‑Premise‑Lösungen.
Datenspeicher: Frei wählbar – ideal für eigene Server in der EU.
Lernverhalten: Community‑getrieben, transparent, anpassbar.
Datenschutz: Maximale Kontrolle, da keine Daten an externe Anbieter gehen.
Kurzer Vergleich (für schnelle Orientierung)
Anbieter | Hauptfokus | Hosting | Open Source | Datenschutz |
Aleph Alpha | Behörden, Unternehmen, Analyse | EU (DE/LU) | Nein | Sehr hoch |
Mistral AI | Entwickler, Chatbots, Open Models | EU | Ja | Sehr hoch |
DeepL | Übersetzung, Schreiben | EU | Nein | Sehr hoch |
Neuroflash | Marketing‑Content | EU | Nein | Hoch |
LanguageTool | Korrektur & Stil | EU | Teilweise | Hoch |
Open‑Source‑Modelle | Forschung, On‑Premise | frei | Ja | Maximal |
Anhand der Auflistung erkennt man schnell, es gibt auch etwas aus Europa, oft spezialisiert, aber mit dem Fokus auf den Datenschutz und man kann sich dabei sicher sein, nicht all zu sehr auf politische Herausforderungen zu stoßen.
Dabei muss man sich jedoch eingestehen, viele dieser Tools sind nicht einfach in bestehende Systeme zu integrieren bzw. man kann sie oftmals auch nicht auswählen. Für Unternehmen ist dabei Mistral (https://mistral.ai/) sicher eine gute Alternative, da dort zahlreiche Schnittstellen bereits unterstützt werden und man mit dem „Studio“, einer Art Entwicklerwerkzeug, europäische AI ins Unternehmen bringen kann.
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Funktion/Kategorie |
Le Chat (Mistral AI) |
Microsoft Copilot |
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KI-Modell |
Basierend auf Mistral-AI-Modellen, optimiert für präzise, natürliche Gespräche |
Basierend auf OpenAI GPT-4/4o und Microsoft-eigenen Modellen |
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Wissensstand |
Aktuell bis November 2024, Websuche für neuere Infos möglich |
Aktuell bis April 2024 (GPT-4), Websuche für neuere Infos möglich |
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Websuche |
Ja, aktuelle Infos per Websuche abrufbar |
Ja, aktuelle Infos per Bing-Integration abrufbar |
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Sprachunterstützung |
Mehrsprachig, besonders stark im Deutschen und Französischen |
Mehrsprachig, besonders stark im Englischen |
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Datenanalyse |
Kein direkter Zugriff auf Python-Interpreter, aber Unterstützung bei Code-Fragen |
Integration mit Excel, Power BI, Python-Interpreter für Datenanalyse |
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Office-Integration |
Keine direkte Integration in Microsoft 365 |
Tief integriert in Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Teams |
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Bildgenerierung |
Keine direkte Bildgenerierung, aber Unterstützung bei Bildanalyse/OCR |
Bildgenerierung mit DALL·E 3 möglich |
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Automatisierung |
Keine direkte Automatisierung von Workflows |
Automatisierung von Office-Aufgaben, Workflows mit Power Automate |
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Datenschutz |
Keine Speicherung von Nutzerdaten, DSGVO-konform |
Datenverarbeitung nach Microsoft-Richtlinien, DSGVO-konform |
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Zielgruppe |
Privatnutzer, Entwickler, kreative Anwendungen, natürliche Gespräche |
Business-Nutzer, Office-Anwender, Entwickler, Enterprise-Lösungen |
Kostenübersicht
Hinweis: Die genauen Preise und Modelle können sich schnell ändern. Für verbindliche Informationen empfehle ich, die offiziellen Websites der Anbieter zu besuchen. Stand: Januar 2026.
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Dienst |
Kostenloses Angebot |
Bezahlte Pläne (Preisbeispiele) |
Besonderheiten |
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ChatGPT |
Ja (GPT-3.5, eingeschränkte Funktionen) |
Plus: 20 €/Monat (GPT-4, erweiterte Funktionen, Plugins, DALL·E, etc.) |
Team- und Enterprise-Pläne verfügbar (ab ~25 €/Monat/Nutzer) |
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Copilot |
Nein (nur kostenpflichtig) |
Copilot Pro: 20 €/Monat (erweiterte Funktionen, Office-Integration) |
Integriert in Microsoft 365 (ab ~30 €/Monat/Nutzer für Business) |
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Gemini |
Ja (Gemini Pro, eingeschränkte Nutzung) |
Gemini Advanced: 20 €/Monat (Gemini Ultra, erweiterte Funktionen) |
Google One-Abonnenten erhalten teilweise Bonus-Features |
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Mistral |
Ja (Le Chat, eingeschränkte Nutzung) |
Mistral Pro/Enterprise: Individuelle Preise (API-Nutzung ab ~0,0025 €/1k Tokens) |
API-Zugang für Entwickler, Open-Source-Modelle verfügbar |
Wichtige Hinweise:
- ChatGPT: Kostenlose Version nutzt GPT-3.5, Plus-Version bietet GPT-4 und zusätzliche Tools.
- Copilot: Kostenpflichtig, aber in einigen Microsoft 365-Abos enthalten. Kostenfrei nur eingeschränkt mit kostenfreiem Microsoft Konto verfügbar über Bing.com.
- Gemini: Kostenlose Version mit Werbung, Advanced-Version mit Gemini Ultra.
- Mistral: Kostenlose Nutzung von Le Chat, API-Nutzung nach Token-Abrechnung.
Was sollte man aber immer beachten?
Künstliche Intelligenz macht Fehler. Das wird bei einigen Anbietern auch erwähnt. Leider ist die Fehlerkultur nicht einprogrammiert, so dass eine KI als Feedback gibt: „Das weiß ich nicht.“ Oft wird per Wahrscheinlichkeit und auf Basis der erlernten Daten eine Antwort geliefert, man spricht von Halluzinationen bishin zu offensichtlich falschen Informationen. Man sollte also jede Antwort verifizieren. Das jedoch geht nur dann, wenn man auch die Referenzen angezeigt bekommt. Einige KI Systeme verweisen dann auf die Quellen oder sie zeigen sie als Text an.
Zusätzlich besteht immer die Möglichkeit, gegen geltendes Recht zu verstoßen. Erstellt man im einer KI ein Bild von einer bekannten gezeichneten Figur und diese sieht auch noch täuschend echt aus, sollte man prüfen, ob der Anbieter einen Lizenzvertrag mit dem Lizenzhalter der bekannten Figur hat. Oft ist das nicht der Fall.
Oder man erstellt einen Text und vergisst die Quelle zu nennen. Bei der Entwicklung von Software sollte man ebenfalls darauf achten, ob der von der KI vorgeschlagene Code nicht möglicherweise an Urheberrechte oder gar Patente geknüpft ist. Sicher kann sich der eine oder andere noch daran erinnern, dass sich zahlreiche Unternehmen Ende des letzten Jahrhunderts gegenseitig wegen möglicher Patentrechtsverletzungen verklagt haben.
Da schwebt also auch immer Risiko mit, zumindest bei Unternehmensverwendungen sollte man sich juritisch gut absichern. Im privaten Umfeld handelt man letztlich wie gewohnt: Urheberrechte beachten, nicht einfach Inhalte teilen und wenn schon, vorher prüfen, ob eine persönliche Verwendung erlaubt ist.
Durchaus möglich, aktuell in Grok erlebt, verstößt sogar die KI selbst gegen geltendes Recht oder neigt dazu zu beleidigen, voreingenommen zu sein bisweilen sogar rassistisch. In der regel bedarf es Menschen, die KI zu lehren und es benötigt Menschen die promten… aber es ist natürlich schlecht für den persönlichen Ruf, die Reputation und auch das Gewissen, wenn man solche KI dann verwendet, zumal leider nicht jeder Mensch die Antworten verifiziert, anpasst oder löscht.
Des Weiteren kann man KI auch zur Durchführung und Optimierung von technisch gestützten Prozessen verwenden. Das sind jene 5% der per Studie belegten monetär messbaren Erfolge von KI Initiativen in Unternehmen. Hier sollte man darauf achten, dass KI sich nicht unbewusst anreichert mit Informationen von Außen, dass Prozesse überwacht werden sollten und Fehler behoben werden sollten.
Im Bereich künstliche Intelligenz wird in den kommenden Jahren eine Menge passieren, privat wie geschäftlich. Es kann also immer sein, wenn man diesen Text hier list, dass er sich schon überholt hat (Schmunzel).
P.S.: Nein, ich bin nicht mit Mistral verheiratet, es ist eine Lösung. Eine, die ich persönlich nutze. Ich werde dafür aber nicht bezahlt. 😉

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