Ein typischer Herbsttag in Langenhagen am 31. Oktober 2026 zwischen 7:00 Uhr und 8:30 Uhr. Hochnebel und düster. Ich war mit Fiete unterwegs zum „Kleinen Wald“ am Wietzeblick, dort bin ich ja häufiger, schon wegen der Rehe und Füchse. Heute wollte ich aber mal wieder darüber berichten, was ich gesehen habe, und zum wiederholten Male fragen: Warum der Mensch so rücksichtslos ist und muss man wirklich alles regeln und bestrafen? In Langenhagen scheinbar ja.
Inhaltsverzeichnis
Wilder Müll direkt im Wald
Wie dreist kann man sein: Eine schwere Waschmaschine, ein Bestandteil einer Sofalandschaft, eine Kaffeemaschine, mehrere Holzzuschnitte und ein bereits geöffneter Müllsack. Das ist absolut rücksichtslos und überflüssig.
Bestandteil einer Sofalandschaft
Hier ist häufig die Kombination verschiedener Materialien das größte Problem. Ein Sessel kann beispielsweise aus Holzwerkstoff, Stahl, PU-Schaum, Polyester, PU- oder PVC-Kunstleder und Klebstoffen bestehen. Diese Materialmischung lässt sich am Ende der Lebensdauer nur schwer wieder sauber voneinander trennen.
Waschmaschine
Eine Waschmaschine enthält zwar viele Kunststoffe und elektronische Komponenten, gleichzeitig aber große Mengen recyclingfähiger Metalle, insbesondere Stahl, Kupfer und Aluminium. Eine fachgerechte Elektroaltgeräte-Verwertung ist daher besonders sinnvoll.
Ein weiterer Umweltaspekt ist die Nutzungsphase: Neben Strom und Wasser kann beim Waschen synthetischer Textilien Mikroplastik aus der Kleidung ins Abwasser gelangen. Das stammt allerdings überwiegend aus den Textilien und nicht aus der Waschmaschine selbst.
Kaffeemaschine
Hier liegt das Problem vor allem in der Kombination aus Kunststoff, Metall und Elektronik auf relativ kleinem Raum. Bei Kapselmaschinen kommt zusätzlich der Abfall der Kaffeekapseln hinzu. Das ist allerdings kein Bestandteil der Maschine selbst.
Dabei ist eine Entsorgung dieser Sachen gar nicht so schwierig.
Entsorgung in der Region Hannover
Waschmaschine
Eine Waschmaschine ist ein Elektro-Großgerät und gehört keinesfalls in den Rest- oder Sperrmüll. aha nimmt Elektrogeräte aus Privathaushalten kostenlos entgegen. Als Großgeräte gelten bei aha Geräte mit einer Kantenlänge von mehr als 50 cm, ausdrücklich genannt werden unter anderem Waschmaschinen, Kühlschränke, Geschirrspüler und Herde.
Allerdings werden Großgeräte nicht an jedem Wertstoffhof angenommen. Nach den aktuellen Angaben von aha ist die Abgabe unter anderem an diesen Standorten möglich:
- Hannover-Lahe
- Kolenfeld
- Burgdorf
- Bissendorf
- Schörlingstraße in Hannover
- Sehnde
Dabei gilt eine Begrenzung von maximal zwei Großgeräten pro Person und Tag.
Kaffeemaschine
Bei einer normalen Kaffeemaschine handelt es sich normalerweise um ein Elektro-Kleingerät. aha ordnet Geräte bis maximal 50 cm Kantenlänge den Kleingeräten zu. Diese können auf Wertstoffhöfen abgegeben werden. Die Abgabe von Elektrogeräten aus Privathaushalten erfolgt kostenlos.
Das ist wichtig, weil eine Kaffeemaschine wegen ihrer Elektronik nicht in den Restmüll gehört. aha weist darauf hin, dass Elektroschrott wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Platin oder Aluminium, aber auch Schadstoffe enthalten kann.
Bestandteil einer Sofalandschaft
Ein normaler Kunstledersessel ohne elektrische Komponenten gehört bei aha grundsätzlich zum Sperrabfall. Auf der Sperrmüll-Liste werden ausdrücklich Sofas und Stühle genannt.
Es gibt zwei Möglichkeiten:
Selbst anliefern:
Auf den Wertstoffhöfen können Privathaushalte einmal täglich insgesamt bis zu 1 m³ Abfall kostenlos abgeben. Dazu gehört auch Sperrabfall.
Abholen lassen:
aha bietet eine kostenlose Sperrmüllabholung an. Nach den aktuellen Angaben werden bis zu 5 m³ Sperrabfälle abgeholt. Einzelne Gegenstände dürfen dabei nicht länger als 2 m beziehungsweise schwerer als 75 kg sein.
Der Wald ist kein Spielplatz!
Es ist schön zu sehen, dass sich Eltern und Pädagogen Gedanken machen und den Kindern zeigen möchten, wie schön ein Wald ist. Selbst der kleine Wald am Wietzeblick ist ein kleines Biotop. Dort leben neben Vögeln und Insekten auch Rehe und Füchse. Es ist ihr Wohnzimmer und nicht das der Menschen. Das Aufschichten von Bäumen und Ästen ist ein direkter Eingriff in den Wald und das Biotop, auch Sitzkreise und laute Geräusche stören die Bewohner des Waldes. Wenn man dann auch noch kleine Zelte aufstellt und diese mit Planen belegt, wird es auch dem Tier zu bunt.
Gerade dort, wo sich der Bock aufhält, wenn er nicht bei seiner Herde sein darf und zwischen Herbst bis ins Frühjahr hinein alle Rehe aufhalten, ist der Mensch der Störfaktor schlechthin. Und man sollte sich nicht über die Hunde beschweren, die bleiben in der Regel auf den Wegen.
Bitte, geht in Flächenmäßig größere Wälder oder nutzt den Abenteuerspielplatz am Silbersee. Dort ist die Kinderstube der Rehe. Und wollt ihr, dass wildfremde Kinder bei Euch im Schlafzimmer herumtrollen?
Lage in der Hindenburgstraße - Ost
Man kann unseren Ordnungsbehörden schreiben, was man will, sie machen einfach entweder das Falsche oder einfach mal nichts. Schon bei den ersten beiden Bauabschnitten der Nahwärmebaumaßnahmen in der Hindenburgstraße – Ost kam es zu brenzlichen Verkehrssituationen in den Baustellenabschnitten.
Doch der dritte Bauabschnitt ist wirklich ein Highlight. Der südliche Fußweg ist unterbrochen, das bedeutet, der nördliche Fußweg ist ein Nadelöhr. Zusätzlich wurde für beide Fahrtrichtung der Fußweg zu einem gemeinsamen Fuß- und Radweg ausgewiesen.
Wer kam eigentlich auf diese glorreiche Idee? Dazu kommt seit einigen Tagen noch der kleine Bauabschnitt an der Einmündung Elbeweg hinzu, direkt an der Kita muss man also um eine Kurve und im Elbeweg die Straße überqueren.
Ich muss da fast täglich lang. Die täglichen Knüller sind: Eltern mit ihren Kindern auf Fahrrädern, es wird gebimmelt und man muss schon über die Absperrung springen. Menschen höheren Alters fahren nun mit oder ohne Antrieb mit ihren Fahrrädern zügig um die Kurve und ich habe schon eine Frau in der Absperrung hängen sehen. Und ich möchte gar nicht mehr erzählen, wie viele eScooter Fahrer da am Tag durchfahren in hoher Geschwindigkeit oder Fußgänger nicht in der Lage sind, hintereinander zu gehen.
Rücksicht gleich Null.
Und nun?
Abschließend könnte ich wieder die Frage stellen: Warum ist der Mensch so? Aber ich lasse es, es ist vergebens.

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