„Und du dachtest, du hättest alles gesehen…“ – Der Staat lässt sich nicht erpressen!

In den heiligen Hallen des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) in Bonn: Ein Taliban-Vertreter als Gast. Ja, du liest richtig. Während die Bundesregierung offiziell die Taliban nicht als Regierung Afghanistans anerkennt, empfangen deutsche Behörden – regelmäßig – einen Vertreter des islamistischen Regimes. Im Dienste der Abschiebung afghanischer Straftäter, versteht sich. Die Begründung? „Bundespolizeiliche Maßnahmen.“ Die Realität? Ein Konsul des Taliban-Regimes, Said Mustafa Hashimi, betritt lachend die Diensträume, als wäre es ein Routinetermin beim Bürgeramt.

Das hatte das „ZDF Magazin Royale“ berichtet in der Ausgabe vom Freitag, 1. Mai 2026.

Inhaltsverzeichnis

Generell

Asylrecht bedeutet in der Grundsache eine Regulierung, also die Einschränkung von Freiheit. Es ist also etwas sehr unnatürliches.

In der Geschichte der Menschen haben sich schon immer Menschen bewegt, vor allem dann, wenn Nahrung knapp wurde, Krankheiten um sich griffen oder die Umwelt kein Fortbestand an Ort und Stelle zuließ. Sie bewegten sich in Gruppen auf ganzen Kontingenten, um Lebensraum zu finden, der weniger feindselig war. Natürlich stoßen sie auch auf Widerstand, schon immer versuchten Gruppen von Menschen andere Gruppen daran zu hindern, sich an gleichem Ort niederzulassen, da man Angst vor der Gruppe hatte, oder vermeintlich durch den Zuzug Nahrung knapp wurde oder gar Krankheiten um sich griffen.

Die Handlungen waren immer also auch von Einschränkungen der Freiheit begleitet, nur selten versuchten verschiedene Gruppen von Menschen das zu nutzen, was Menschen von Tieren unterscheidet: Kollaborativ Lösungen zu erarbeiten. Stattdessen ist heute die Wanderung von Menschen nur möglich, wenn sie Wege finden, von anderen Menschen beanspruchtes Land zu betreten oder ausreichend Mittel haben, legal einzureisen.

Dabei ist es heute sogar wahrscheinlicher, dass massenhaft Menschen Lebensräume benötigen, der Klimawandel dringt weiter vor und es ist keine Frage ob, sondern nur wann Massen an Menschen ihr angestammtes Land verlassen müssen.

Das sind jedoch alles recht natürliche Gründe, dazu kommen Gründe klassischer Vertreibungen durch andere Gruppen bis hin zur Vernichtung anderer Bevölkerungsgruppen, meist aus Gründen, die man als gesunder Mensch nicht nachvollziehen kann.

Demokratie unterstützt Freiheit und ohne Freiheit gibt es auch keine Demokratie. Diese Schlussfolgerung bedeutet also, Asylrecht kann und darf es eigentlich in einer Demokratie nicht geben, da sie Freiheit und Überleben einschränkt.

Kein Skandal - logische Konsequenz falschen Handelns

Mich hatte der Inhalt der Sendung von Jan Böhmermann ehrlich gesagt nicht schockiert, ich war eigentlich davon ausgegangen, dass es so passieren würde, denn die Frage, die sich schon seit den ersten Meldungen in 2025 stellten, wurden ja nie beantwortet, aber irgendwie muss man ja mit Terroristen sprechen, wenn man die abzuschiebenden Straftäter nicht aus dem Flugzeug mit Fallschirmen über Afghanistan abwerfen wollte.

Was mich fassungslos gemacht hat, war die Tatsache, dass überhaupt an „Abschiebung“ gedacht wird, zumal es bei den Taliban um ein Terror-Regime geht und sie letztlich auch Terroristen sind. Nun, in den 1970ern Jahren ging es zwar nicht um „Abschiebung“, aber um Erpressung. Den Staat hat man schon einmal versucht zu erpressen:

Die Entführung des Berliner CDU-Politikers Peter Lorenz markierte vor 47 Jahren einen Wendepunkt im linksextremistischen Terrorismus der Bundesrepublik Deutschland. Die Anschlagsserie der „Roten Armee Fraktion“ (RAF) erreichte 1977 im „Deutschen Herbst“ ihren Höhepunkt mit der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer und der Entführung des Lufthansa-Flugzeugs „Landshut“. Bundeskanzler Helmut Schmidt setzte in dieser Krise ein klares Signal: Der Staat dürfe sich nicht erpressen lassen.

Alexander Dobrindt, Bundesminister des Innern der Bundesrepublik Deutschland, Mitglied des Bundestages und CSU Mitglied, ist heute dafür verantwortlich, dass Straftäter, die also ihr Bleiberecht verwirkt haben, nach Afghanistan abgeschoben werden. Nun mal keine Empörung, das ist übrigens seit 2024 bereits praktiziert worden, damals von Nancy Faeser (SPD).

Das ist also genauso wenig „neu“, wie die Tatsache, dass die Taliban hier in Deutschland diplomatisch aktiv sind. Am 23.07.2025 berichtete die TAZ bereits von „zum ersten Mal seit ihrer Machtübernahme schicken die Taliban Vertreter nach Deutschland. Die zwei Konsuln sollen die Abschiebungen erleichtern.“. Wer sich also hier empören will, ist wohl zu spät.

Einleitend hat hier die Regierung Olaf Scholz (SPD) nur den Weg geebnet für das, was Friedrich Merz (CDU) weiter umsetzt.

Die Anerkennung der Taliban, also des Terror-Regimes und aktiver Unterstützer von Terroristen, ist also eine logische Konsequenz dessen, was bereits falsch entschieden worden war und macht die Bundesrepublik erpressbar. Und hier kommt nun Helmut Schmidt ins Spiel. Der Staat darf sich nicht erpressen lassen. Man kann nur vermuten, ob wir für die Aufnahme der Straftäter auch noch bezahlen, mal abgesehen von den Transportkosten und den „technischen“ Abwicklungen.

Im Ansatz kann man sich schon vorstellen, dass es sowieso keine gute Idee war. Je nach dem, welche Straftaten vorliegen, verfügen auch abgeschobene Straftäter über ein Skill, den Terroristen natürlich nutzen könnten, auch gegen uns. Eine Art zweite Karriere für Mörder?

Viel schlimmer wiegt jedoch die Annahme, dass sich die Taliban natürlich auch Menschen „greifen“ könnten, die hier ein berechtigtes Bleiberecht haben und aus Afghanistan geflüchtet sind, weil sie dort wahrscheinlich umgebracht wurden. Wenn wir schon mit dem Asylrecht Freiheiten einschränken, sollten wir doch wenigstens so fair sein, wie wir es auch gegenüber deutschen Straftätern sind. Haftstrafe verbüßen und sozialisieren. So war jedenfalls bis vor Kurzem noch unser Prinzip, es sei denn, wir weisen jetzt auch deutsche Straftäter aus.

Wenn der Staat mit Terroristen verhandelt – und niemand es einen Skandal nennt

Die Szene ist so absurd, dass sie fast schon zynisch wirkt: Ein Taliban-Konsul betritt lachend die Räume des BAMF, während die Bundesregierung offiziell betont, das Regime in Afghanistan nicht anzuerkennen. Doch die Realität ist noch perfider: Seit 2024 – erst unter Nancy Faeser (SPD), jetzt unter Friedrich Merz (CDU) – wird mit den Taliban kooperiert, verhandelt, paktiert. Warum? Um Abschiebungen zu organisieren. Um Straftäter loszuwerden. Um Symbolpolitik zu betreiben, die am Ende nur eines zeigt: Dieser Staat hat seine moralischen Grundfesten längst preisgegeben.

Und das Schlimmste? Es ist kein Versehen. Es ist System.

Asylrecht als Farce: Wenn Freiheit zur Währung der Abschottung wird

Asylrecht ist per Definition ein Widerspruch in sich – denn es beschneidet die Freiheit derer, die Schutz suchen, während es gleichzeitig vorgibt, Menschenrechte zu wahren. Doch in Wahrheit ist es längst zu einem Instrument der Abschreckung verkommen. Dabei ist Migration so alt wie die Menschheit selbst: Klimawandel, Krieg, Verfolgung – das waren schon immer Gründe, warum Menschen ihre Heimat verließen. Heute aber wird Migration nicht als menschliche Notwendigkeit behandelt, sondern als Bedrohung, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt.

Die aktuelle Politik macht es vor:

  • Abschiebungen nach Afghanistan – in ein Land, das von einem Terrorregime beherrscht wird.
  • Verhandlungen mit den Taliban – als wären sie ein legitimer Partner, und nicht eine Gruppe, die Frauenrechte mit Füßen tritt und Dissident:innen hinrichtet.
  • Die Illusion der Kontrolle – als ließe sich Migration durch Abschottung stoppen, statt sie human und solidarisch zu gestalten.

Das ist kein Versagen. Das ist Absicht.

Die Taliban als „Dienstleister“: Wie der Staat sich zum Handlanger der Barbarei macht

Dass Deutschland mit den Taliban zusammenarbeitet, ist kein Betrug an der Demokratie – es ist ihr offizielles Ende. Denn wer mit Terroristen verhandelt, um eigene Probleme zu lösen, der hat längst akzeptiert, dass Menschenleben verhandelbar sind.

  • 2024: Nancy Faeser (SPD) ebnet den Weg für Abschiebungen nach Afghanistan.
  • 2025: Die Taliban schicken Konsuln nach Deutschland – offiziell, um die Abschiebungen zu „erleichtern“.
  • 2026: Ein Taliban-Vertreter wird im BAMF empfangen wie ein Geschäftsmann – während die Bundesregierung gleichzeitig betont, das Regime nicht anzuerkennen.

Das ist nicht Heuchelei. Das ist Zynismus in Reinkultur.

Und die wahren Kosten?

  • Sicherheitsrisiko: Abgeschobene Straftäter könnten ihr Wissen an die Taliban weitergeben – und damit neue Bedrohungen für Europa schaffen.
  • Moralischer Bankrott: Wenn wir Geflüchtete an ein Regime ausliefern, das sie foltern oder töten könnte, dann haben wir jeden Anspruch auf Humanität verloren.
  • Erpressbarkeit: Wer heute mit den Taliban verhandelt, der wird morgen auch mit anderen Diktaturen Deals machen – Hauptsache, die eigenen Wähler:innen sind zufrieden.

Helmut Schmidt wusste 1977: „Der Staat darf sich nicht erpressen lassen.“
Heute scheint diese Lektion vergessen – oder schlichtweg egal.

Die AfD und ihre Handlanger: Wer von Abschiebungen profitiert

s ist kein Zufall, dass ausgerechnet jetzt – in einer Zeit, in der die AfD Umfragehochs feiert – die Kooperation mit den Taliban zur Normalität wird. Denn die wahren Profiteure dieser Politik sind nicht die Bürger:innen, sondern diejenigen, die mit Angst und Hass Wahlkampf betreiben.

Die AfD und ihre geistigen Mitläufer in Union und SPD haben längst begriffen: Je brutaler die Abschiebepolitik, desto mehr Wähler:innen springen ihnen zu. Und so wird Migration nicht als humanitäre Aufgabe, sondern als Sicherheitsproblem verkauft – und die Zusammenarbeit mit Terrorregimen als notwendiges Übel verharmlost.

Doch die Wahrheit ist:

  • Wer Abschiebungen nach Afghanistan fordert, akzeptiert, dass Menschen in die Hände von Mördern ausgeliefert werden.
  • Wer mit den Taliban verhandelt, macht sich zum Komplizen eines Regimes, das Frauen unterdrückt und Andersdenkende tötet.
  • Wer die AfD durch immer radikalere Abschottungspolitik stärkt, hat längst verstanden, dass er selbst Teil des Problems ist.

Die Alternative: Kollaboration statt Komplizenschaft

Die aktuelle Politik zeigt: Dieses System ist nicht reformierbar – es muss ersetzt werden. Denn wer heute noch glaubt, dass Abschiebungen und Abschottung die Lösung sind, der hat nichts aus der Geschichte gelernt. 

Was also tun?

  • Asylrecht abschaffen – und durch ein menschliches, faires Migrationssystem ersetzen, das Migration als globale Herausforderung begreift.
  • Keine Kooperation mit Terrorregimen – weder mit den Taliban noch mit anderen Diktaturen. Wer Menschenrechte verletzt, hat kein Recht auf Verhandlungen.
  • Investitionen in Integration und Klimagerechtigkeit – statt in Abschiebebürokratie und Grenzzäune.
  • Konsequente Bekämpfung von Extremismus – besonders dort, wo er sich in vermeintlich demokratischen Debatten tarnt.

Die Demokratie stirbt nicht mit einem Knall – sondern mit einem Seufzer

Die Bilder aus dem BAMF sind kein Skandal. Sie sind der Beweis, dass die Demokratie in diesem Land längst auf dem Rückzug ist. Wenn der Staat mit Terroristen verhandelt, um Wähler:innen zu beruhigen, dann hat er seine eigene Legitimität verloren.

Die Frage ist nicht, ob wir Migration brauchen. Die Frage ist, wie wir sie gestalten – menschlich, solidarisch und ohne Kompromisse mit Diktaturen und Extremisten.

Denn am Ende geht es nicht um Abschiebungen oder Grenzkontrollen.

Es geht um die Frage: Wollen wir eine Gesellschaft, die Angst schürt und Mauern baut – oder eine, die Zusammenhalt stiftet und Brücken schlägt?

Die Antwort darauf entscheidet nicht nur über die Zukunft der Migration.
Sie entscheidet über die Zukunft der Demokratie selbst.

Und die sieht aktuell düster aus.

By Marco Kulczyk
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