Am 13. September 2026 sind in Niedersachsen Kommunalwahlen. Für Langenhagen bedeutet das, dass die/der Bürgermeister*in zur Wahl steht und auch der Stadtrat neu gewählt wird. In Langenhagen wurden schon früh Plakate aufgehängt, mal mit mehr und meistens mit weniger Themen, die auch wirklich in der Kommune umgesetzt werden können. Gleich vorweg: Es gibt Parteien, die das (Stand heute) nicht gemacht haben, wie die CDU, die nur mit Gesichtern und abgedroschenen Slogans wirbt, die AfD, die ich ja schon analysiert habe, die FDP, die scheinbar die selbe traditionelle Agentur beauftragt hat, wie die CDU (warum auch was ändern?) oder das BSW, das konsequent mit Bundesthemen um Wähler buhlt oder mit einem Kandidaten, der scheinbar die „Es reicht!“ – Propaganda der AfD bedient. Es gibt aber auch andere… die es meiner Meinung nach besser machen.
Inhaltsverzeichnis
DIE PARTEI
Die satirische Rahmung
Als Basis dieses Absatz benutze ich auch ein mir nun vorliegendes Programm zu Kommunalwahl, das mit von einem Freund bei Mastodon zugesendet wurde – vielen Dank dafür. Der Flyer arbeitet mit dem klassischen PARTEI-Stilmittel: Inkompetenz und Zynismus werden ironisch als Programm verkauft („Wenn das Kompetenz ist, dann können wir das auch! Wir lügen besser!“). Durchgehende Running Gags sind u. a. eine „weiße Tonne“ für Schneeentsorgung, die Umbenennung der S-Bahn in „ÜCE“ unter Üstra-Regie, eine „Waffenverbotszone“ mit durchgestrichenen Symbolen für Panzer, Atomkraft, Bomben, Polizei, Fäuste und Armbrust, sowie das bewusste Erhöhen des städtischen Defizits als „Strategie“.
Der ernste Kern hinter der Satire
Der Abschnitt „Alles nur Satire?“ bricht bewusst mit der reinen Ironie und listet, was Marion Hasenkamp als amtierende Ratsfrau seit 2021 real getan hat – unbequeme Fragen gestellt, Akten und Protokolle gelesen, Transparenz eingefordert, Verwaltungsmodernisierung angestoßen. Dazu wird eine Liste real eingebrachter, aber mehrheitlich abgelehnter Anträge aufgeführt: Aufklärung zu Unregelmäßigkeiten bei der Steuergeldverwendung im Jugendamt, kostenloses Mittagessen in Kitas/Grundschulen, Sitzungsaufzeichnungen für mehr Transparenz, Picknick-Erlaubnis in der Wasserwelt, nachvollziehbare Steuermittelverwendung für Fraktionen, gemeinwohlorientierte Wirtschaftsförderung, Wohnraumschaffung durch Nachverdichtung mit Mietpreisbindung, ein „Ganztag in sehr gut“ mit guten Betreuungsschlüsseln, ein durchdachtes Konzept samt Integrationsstrategie für die geplante Erstaufnahmeeinrichtung, sowie eine aktive Entwicklung des Reemtsma-Geländes.
Die Selbstbeschreibung lautet: „Die PARTEI für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative.“
Ein zweiter Blick lohnt!
Unter der satirischen Oberfläche steckt faktisch eine reale Oppositionsbilanz und ein reales kommunalpolitisches Forderungspaket – zu Themen, die auch bei anderen Langenhagener Parteien auftauchen (Jugendamt-Transparenz, EAE-Konzept, Reemtsma-Gelände, Wohnungsbau, Ganztagsbetreuung). Das lässt sich gut als Kontrastpunkt zu den „ernsthaften“ Plakaten anderer Parteien einordnen: Die PARTEI nutzt Übertreibung und Klamauk als rhetorisches Vehikel, um reale kommunalpolitische Kritik zu transportieren, ohne sich dabei explizit gegen die anderen Parteien zu positionieren (außer implizit gegen „die immer selben“). Ein zweiter Blick lohnt!
DIE LINKE
Meine Partei DIE LINKE versuche ich in diesen Artikeln so neutral wie es geht zu beleuchten. Sie hat von Anfang an auf Themen gesetzt, die bekannt sein sollten. So fließen natürlich auch bundespolitische Themen ein, gerade auch, wenn man nach Sachsen-Anhalt schaut, aber eben auch Plakate, die klar kommunalpolitisch umsetzbar sind und konkret sind. Dagen fand nie eine Plakatierung mit den Kandidat*innen statt, was ich persönlich zwar gut finde, aber meine Partei müsste sich nun wahrlich nicht verstecken. Aber das kann man hier nachlesen, Felicitas Weck hat die vergangenen Jahre eine exzellente Arbeit geleistet und die Kandidaten für diese Wahl müssen sich auch nicht verstecken!
SPD
Man glaubt es kaum, die „Es geht besser“ – Kampagne hat noch Themen hervorgebracht. Tatsächlich sind diese Woche auch Themen Plakate der SPD im Stadtbild aufgetaucht (hier wird der Begriff positiv verwendet!).
Wer mehr Tiefe erwartet, hat einen QR Code… aber bitte nicht am Steuer! 😉
Weitere Informationen zur SPD habe ich ja schon geschrieben. Bleibt abzuwarten, vor allem, was sich die SPD noch im Bund leistet oder bei uns in Langenhagen geleistet hat, ich erinnere hier nur nebenbei an die unrühmliche Rolle der SPD beim Thema EAE und ob die SPD es tatsächlich hinbekommt, nicht nur im Rathaus einen Generationenwechsel zu vollziehen und ihren Kandidaten nicht wieder nur als Alibi – Kandidaten zu verbrennen. Die Grünen unterstützen übrigens den SPD Spitzenkandidaten.
Fazit
Dass ich hier DIE PARTEI etwas intensiver beleuchtet habe, lag in der Ermagelung eines fehlenden Programms, was ich nun hier nachliefere. Ansonsten freut es mich, dass es einige Parteien nun doch geschafft haben, Langenhagener Themen oder Themen zu plakatieren, die man kommunalrechtlich auch umsetzen kann. Weiter so.
Ich bin gespannt, ich darf Gast sein beim „HAZ/NP-Wahlforum zur Bürgermeisterwahl in Langenhagen“ dabei sein, ob ich darüber noch etwas berichten kann. Gerade die Spitzenkandidaten der AfD und WAL fallen gerade negativ in Social Media auf, wobei der AfD Spitzenkandidat nicht dabei sein wird (Achtung: Opferrolle wird kräftig im Netz angenommen!).

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