Der Silbersee Langenhagen ist ein idyllisches Naherholungsgebiet in unserer Stadt. Der etwa 24 Hektar große See entstand durch den Abbau von Sand und Kies und entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugsziel für Naturliebhaber, Spaziergänger und Wassersportbegeisterte. Umgeben von ausgedehnten Grünflächen, einem Rundweg von etwa 2,5 Kilometern Länge und einem abwechslungsreichen Landschaftsbild mit Feuchtbiotopen, lädt der Silbersee zum Verweilen, Radfahren oder Picknicken ein. Im Sommer bietet der See Möglichkeiten zum Baden und Angeln, während im Winter die ruhige Atmosphäre zum Spazieren einlädt. Mit seiner gut erreichbaren Lage und der Verbindung von Naturerlebnis und Freizeitaktivitäten ist der Silbersee ein perfekter Ort für einen entspannten Tag im Grünen.
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Das war zumindest in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr so, wie im ersten Absatz beschrieben. Natürlich gab es schon immer mehr oder weniger große Konflikte zwischen den Interessengruppen zur Nutzung des Naherholungsgebietes. Doch die Situation hatte sich in den vergangenen 5 Jahren massiv zugespitzt, es wurde an Orten gegrillt, die nicht als Grillflächen ausgewiesen waren, an Orten, an denen das Grillen war eine Vermüllung vorzufinden, die Tiere wurden gestört und auch Auseinandersetzungen zwischen Menschen wurde festgestellt. Von Idylle war der Silbersee am Ende weit entfernt, was logischerweise folgte: Grillverbot.
Gut so, die Stadt Langenhagen hat viel Geld in eine Infrastruktur investiert, die Reinigung des Sees kostet ebenfalls Geld und auch entsprechende Medienkampagnen änderten nichts an der Tatsache, dass ein Teil der Bevölkerung offenbar mit Gemeineigentum nicht sorgsam umgehen kann oder will.
Trotz der langen „Beobachtungsphase“ vor dem Grillverbot, auch einer vorhandenen Online Petition, Erfahrungswerten der Besucher*innen und der Mitarbeitenden des Ordnungsamtes und der SE hatte der Rat der Stadt eine weitere „Evaluierungsphase“ beschlossen. Ich meine, gehen die Stadträte also dort nicht hin, lesen keine Zeitung und schauen nicht in sozialen Netzwerken nach, was in Langenhagen los ist? Egal, bevor ich mich wieder aufrege, habe ich mir eine weitere konstruktive Lösung überlegt, wie man den Silbersee dauerhaft besser nutzen kann:
Langenhagen Silbersee - Konzept 2027
Damit man den Silbersee zukünftig ausgeglichen nutzen kann, sollte man bei Vorschlägen immer auch praktisch denken und nach Möglichkeiten auf zusätzliche Kosten verzichten. Die Vorschläge, die bisweilen aufkommen, außer einem totalen Grillverbot, kosten Geld: Investitionen und Personalkosten. Das kann man auch „günstiger“, denn es bedarf keine Parkgebühren, keiner Eintrittsgelder, keiner Automaten: Wir leben in einer digitalen Welt. Der Besuch selbst, ohne am See einmal zu grillen, sollte auch weiterhin nichts kosten und Sportler müssen dann auch kein Smartphone mit sich führen.
Ausgewiesene Grillfläche
Die Fläche für das Grillen sollte stark reduziert bleiben und auch bei erhöhten Waldbrandgefährdungsstufen bei Missbrauch nicht gleich einen Waldbrand verursachen. Klare Regeln können das ebenfalls unterstützen und Abgrenzungen mit natürlichen Findlingen, die so abgelegt werden sollten, dass „Grillparzellen“ erkennbar sind, aber ein Rasenmäher noch durchpasst.
- Parzellen mit Findlingen
- 3 Schilder
- Keine Einweggrill-Geräte, kein Einweggeschirr, nur Plastik-Geschirr, wegen der Scherben.
- Alkoholverbot am See, mit Ausnahme Restaurantbetrieb oder Veranstaltungen.
- Müllabgabestellen sind vorhanden, Missbrauch wird sanktioniert.
- Limitierte Parzellen (Anzahl Grillstationen, können auch mit runden Steinflächen hervorgehoben werden, erhöht auch die Standfestigkeit des Grills.)
Möchte man auch größeren Gruppen dieses Feature ermöglichen, nutzt man die bereits vorhandene Infrastruktur des „Amphitheatrum“ am Berg als eine Parzelle mit maximal 25 Personen.
Buchungssystem
Wer die Grillparzellen nutzen möchte, muss sie reservieren und bezahlen. Das ist mit relativ einfachen Mitteln möglich. Je nach dem, welches Content-Magament-System die Stadt Langenhagen nutzt, wird ein Webshop integriert. Der muss auch nicht groß angepasst werden. Eine Grillparzelle ist dabei ein Produkt, entsprechend der Anzahl verfügbarer Parzellen kann man diese dann „kaufen“, für je einen Tag. Man erfasst dabei die E-Mail Adresse sowie über ein benutzerdefiniertes Feld das KFZ-Kennzeichen des „Kunden“. Bezahlt wird sofort, man kann alle möglichen Zahlarten anlegen und aktivieren. Stornierungen sind nur bis 48 Stunden vor Reservierung möglich. Der Webshop muss natürlich gepflegt werden, Verfügbarkeiten und Zahlungen sind jedoch automatisiert.
Vorteil: Die Parzellen sind kein reiner Kostenfaktor mehr und die Nutzer sind nicht mehr anonym, denn die Daten dürfen nach EU-DSGVO auch zweckgebunden genutzt werden! Also auch bei Vertragsbruch.
- Webshop (je nach CMS kostenfrei)
- Add On eventuell für Tagesreservierungen.
- Transaktionsgebühren für Zahlkarten, Schnittstellen sollten eigentlich schon vorhanden sein, die Stadt verwendet ja schon an anderen Stellen gebühren.
- Revisionssicher
- EU-DSGVO konform
- AGB zur Nutzung der Grillparzellen inklusive Sanktionen
- Nutzer identifizierbar.
- Preis pro Parzelle pro Tag kann man einstellen.
Generelle Einschränkungen
Es darf natürlich aus an ausgewiesenen Stellen gegrillt werden. Das kann durch Ordnungskräfte dann auch ohne „Ansprache“ angezeigt werden, notfalls die Polizei dazu holen. Die Regeln sind bekannt.
Es gilt ein generelles Grillverbot in der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit.
Es gelten Betretungsverbote für bestimmte Schutzbereiche ganzjährig, wie zum Beispiel das Ufer an der Bothfelder Straße und das Waldgebiet zwischen Parkplatz Ost und Fußweg um den See.
Fazit
Eine ausgewogene Nutzung ist möglich. Das Langenhagen Silbersee – Konzept 2027 ist auch einigermaßen mit der angespannten Haushaltslage vertretbar. Sinnvoll wäre es eine Interessensgemeinschaft Silbersee zu gründen und damit Bürger*innen stärker in Entscheidungen zu integrieren. Sie haben oft gute Ideen und können als Multiplikatoren dem Silbersee sogar helfen.
Nur mal ein Konzept, nicht teuer, aber effektiv!

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